Einblick in das Wochenendprogramm engagierter und wissbegieriger Jugendlichen 11.02.17

Gruppe 1
Das heutige Ausbildungsthema „Stiche und Bunde“ begann mit einem einführenden, kleinen Theorieteil, der Dinge wie den Unterschied von Leinen und Seilen und deren Aufbau beinhaltete. Zügig ging es dann jedoch in die Praxis über, bei der Grundlagenknoten wie der Doppel- oder Ankerstich und der Mastwurf, fleißig erstellt wurden.
Komplexer wurde es anschließend beispielsweise bei der Herstellung und der korrekten Anwendung eines Leinenstrobs oder dem Binden eines Dreibocks. Letzterer muss seit kurzem, aufgrund einer neuen Grundausbildungsverordnung, mit einem sogenannten „Würgeschlag“ befestigt werden. Um immer auf dem neusten Stand zu sein und somit die bestmögliche Sicherheit zu gewähren, eignete der Jugendbetreuer sich diese Neuerung an und gab sie an seine Gruppenmitglieder weiter.
Die Thematik wurde gegen Ende noch dahingehend erweitert, das auf Spanngurte eingegangen wurde und eine Last mit Leinen vom Trümmerfeld zu dem Dreibock transportiert wurde, um diese daran anzuhängen.

Gruppe 2
Die zweite Gruppe hantierte während des Ausbildungsnachmittages mit schwerem Gerät. Ihre Inhalte bezogen sich auf die Gesteinsbearbeitung.
Da wir auf unserem Hof an der Unterkunft ein kleines Trümmerfeld zur Verfügung haben, bot es sich an, dieses als Ausbildungsort zu nutzen.
In kleinerem Stil begannen die Junghelfer zunächst mit Handmeiseln an dem Gestein tätig zu werden. Schwerer ging es im Anschluss bei der Bedienung des Wackers zu. Weitere Geräte, die zur Gesteinsbearbeitung dienen, die die Jugendlichen jedoch aufgrund ihres Alters und ihrer noch nicht absolvierten Grundausbildung nicht selbst bedienen dürfen, wurden von den Jugendbetreuern erklärt und vorgeführt. Dazu gehören einige eindrucksvolle Maschinen, wie zum Beispiel das Kernbohrgerät, die Betonkettensäge oder der Trennjäger.
Das Einbinden einer verletzten Person in eine Krankentrage wurde von der Gruppe heute noch einmal wiederholt und inhaltlich insofern zum eigentlichen Thema in Bezug gesetzt, dass die Gruppe sich beispielsweise Gedanken darüber machen sollte, wie groß ein Wanddurchbruch sein müsste, um eine Krankentrage mit Patient durchreichen zu können.

Gruppe 3/ Gruppe 4
Mit dem Fahrzeug der Fachgruppe Infrastruktur und einem weiteren Transportfahrzeug, begaben sich die Gruppen drei und vier zu einem nahegelegenen Waldstück. Dieser Ort wurde gewählt, da für das Vorhaben, trotz Tageslicht, genügend Schatten vorhanden sein musste. Es handelte sich um das Thema „Beleuchtung“.
Zunächst war es die Aufgabe der engagierten Jungen und Mädchen, alles vom Fahrzeug auf einer Materialablage abzustellen, was sie der Beleuchtung zuordnen würden. Schnell kategorisierten sie die verschiedenen Leuchtmittel nach ihren Funktionen. Während zum Beispiel die großen Scheinwerfer auf den Stativen durch ihr Licht erst möglich machen, an einer Einsatzstelle zu arbeiten, dienen Blitzleuchten eher der Absicherung eines Einsatzortes. Ebenfalls unterschieden wurden die Lichtquellen in Bezug auf ihre Abhängigkeit von Netz oder Akku.
Bei der Beleuchtung ist das Erlernen der korrekten Bedienung eines Aggregats immer automatisch mit Thema, da die Beleuchtungsmittel mit Strom versorgt werden müssen.

Gruppe 5
Das Suchen und Retten von verletzten Personen war die Herausforderung der jungen Helferinnen und Helfer der Gruppe 5.
Auf einem Feld bildete diese eine „Rettungskette“. Durch diese Methode ist es möglich, eine relativ große Fläche abzusuchen.
Die einzelnen Glieder der Kette, also die Helfer, stehen in ca. 3 Meter Abstand voneinander entfernt und jeder sucht konzentriert und im gleichen Tempo mit dem Rest der Kette sein Gebiet ab. Wenn sich beispielsweise ein Hindernis, wie ein Busch oder ähnliches, in einem Suchabschnitt befindet, bei dem es einer genaueren Untersuchung bedarf, gibt dieses Mitglied ein Zeichen und die Kammeraden warten, bis zur Wiedereingliederung des Betroffenen in die Kette.
Eine verletzte Person wurde durch diese Methode schnell aufgefunden. Erste Hilfe Maßnahmen wurden ergriffen und der fachgerechte Abtransport wurde geleistet. Auch bei der zweiten Person wurde das Prozedere mit Bravur gemeistert. Da diese sich jedoch in unzugängigerem Gelände befand, wurde sie zusätzlich noch mit Leinen auf der Trage fixiert.

 

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