Sonderausstattung des THW Bad Säckingen

Hebekissen der 2. Bergungsgruppe Typ B

Die Hebekissen, die Ausstattung der "schweren Bergungsgruppe" sind, wurden unter anderem zur Bergung von Verletzten und Toten aus dem "Ground Zero" eingesetzt. Jeweils 3 der NT 132 Hebe- kissen (Hubkraft 132 Tonnen) wurden miteinander verbunden und an jeder Ecke der einzelnen Etagen angesetzt. Somit konnte jeweils eine Etage des WTC um ca. 2 Meter angehoben und der Zwischenraum nach Verletzten und Leichen abgesucht werden.

Von diesen Hebekissen stehen jeweils 3 des unten bezeichneten Typs zur Verfügung:

 

NT 58

NT 132

max. Hubkraft

58 Tonnen

132 Tonnen

Gewicht der Kissen [kg]

15

32

max. Hubhöhe [cm]

44,5

66,5

Einschubhöhe [cm]

5,3

6,0

Hubhöhe bei 10 t [cm]

26,0

48,0

Hubhöhe bei 40 t [cm]

6,0

32,0

Hubhöhe bei 100 t [cm]

-

10,0

 

  


Kernbohrgerät der 2. Bergungsgruppe Typ B

Mit dem Kernbohrgerät steht der 2. Bergungsgruppe Typ B, ein Instrument zur Verfügung, mit dem sowohl Erkundungs- als auch Versorgungsbohrungen für Verschüttete erstellt werden können. Vorteil des Gerätes ist, dass in sehr kurzer Zeit, nahezu erschütterungsfrei, Bohrungen mit bis zu 112 mm Durchmesser (sogar in Stahlbeton) niedergebracht werden können. Durch das Anbringen von mehreren Bohrungen in Kreisform kann z. B. auch ein Durchgang zur Rettung verschütteter Personen, in sehr kurzer Zeit, erstellt werden. Der hierfür benötigte Zeitraum ist wesentlich geringer als bei Verwendung von gewöhnlichen Aufbruchhämmern.

Technische Daten:

Zur Verfügung stehen Bohrkronen von 15 bis 112 mm mit einer Nutzlänge von 300 mm.

Durch eine 300 mm Verlängerung kann Material bis zu einer maximalen Stärke von 600 mm durchbohrt werden.

Leistungsaufnahme des Kernbohrers: 2.200 Watt

Leistungsabgabe: 1.200 Watt.

Durch den vorhandenen Bohrständer kann in nahezu allen Lagen gebohrt werden (v. A. senkrecht nach unten und horizontal).

Die Bohrkronen sind je nach Material und Bohrlochgrösse sowohl für Nass- als auch für Trockenbohrungen geeignet.

 


Plasmaschneider der 2. Bergungsgruppe Typ B

Mit dem Plasmaschneider der 2. Bergungsgruppe Typ B steht dem THW ein Instrument zur Verfügung, dass es erlaubt, in einfacher Weise Metallteile schnell zu durchtrennen. Vorteil der Plasmaschneidetechnik ist, dass im Vergleich zur herkömmlichen Brennschneidtechnik, keine Druckgasflaschen benötigt werden. Dies führt dazu, dass das Trennen von Metallteilen unter wesentlich sicheren Konditionen, sowohl für die Hilfskräfte als auch für die zu rettende Person, durchgeführt werden können.

Technische Daten:

Schneidtemperatur bis ca. 30.000 °C

Anschlussspannung 400 Volt

Frequenz 50 Hz

Maximale Leistungsaufnahme 19,8 kVA

Maximale Schnittdicke: 25 mm bei Qualitätsschnitt

35 mm bei Trennschnitt

 


 

Prime Cut
 
 

Ein weiteres Spezialgerät erhält die schwere Bergung im THW Bad Säckingen. Eine kleine handliche Sauerstofflanze die viele Stoffe problemlos schneidet. Dieses Gerät ergänzt die bereits vorhandene Ausrüstung der Fachgruppe. Bilder fügen wir nach der ersten Ausbildung hier ein.

BROCO - Prime Cut® THERMOLANZEN


Thermolanzen werden mit Sauerstoff, mit einem Arbeitsdruck von 0,5 bis maximal 5,5 bar betrieben und erzeugen an der Lanzenspitze eine unglaubliche Temperatur von über 5538 °C .
Zum Vergleich: Die Temperatur auf der Sonnenoberfläche beträgt in etwa 5500°C. Bei dieser hohen Temperatur werden alle bekannten Materialien in sekundenschnelle geschmolzen bzw. geschnitten. Der Gebrauch unserer Thermolanzen ist denkbar einfach: Der in den Handgriff eingesetzte Spezial-Thermo-Brennstab wird durch eine "Kratzplatte" wie ein Streichholz angezündet. Die Zündung erfolgt wahlweise durch Verwendung einer 12V Batterie oder mit einer für den militärischen Einsatz entwickelten Spezial-Zündkapsel, bei deren Verwendung auf die Batterie gänzlich verzichtet werden kann. Nach Zündung des Thermo-Brennstabes wird durch Eindrücken des sich im Handgriff befindenden Druckventils die Sauerstoffzufuhr in die Lanzenspitze nach Bedarf geregelt. Nun wird die Lanzenspitze auf das zu trennende Werkstück gerichtet. Dabei schneidet sich der Spezial-Thermo-Brennstab wie ein heißes Messer in Butter durch jedes bekannte Material; ob Panzerstahl, Beton, Panzerglas und alle anderen auf unserer Erde verfügbaren Materialien.

Die Lanzen sind mittlerweile bei vielen Spezialeinsatzkräften im In- und Ausland für Sonderaufgaben im Gebrauch. Die NASA schneidet mit der BROCO Thermolanze sogar die Hitzeschutzplatten Ihrer Raketen.

Für Handwerksbetriebe die bisher mit althergebrachten Verfahren gearbeitet haben, kann der Einsatz der Thermolanzen eine Einsparung an Zeit und Betriebskosten bedeuten, da Thermolanzen nur mit Sauerstoff betrieben werden und keine kostspieligen Brenngase benötigen. Für Tresoröffnungen und spezielle Schneidarbeiten sind Thermolanzen die 1. Wahl.

Die Thermolanzen schneiden problemlos:
Panzerstahl, Panzerglas, Beton, Granit,

 

Powermoon
 
Das THW Bad Säckingen besitzt zur Zeit 2 sogenannte Powermoons.
Der Powermoon ist ein hervorragendes Beleuchtungsmittel für großflächige Schadenslagen.

Er erzeugt ein gleichmäßiges angenehmes Licht wodurch ein
blendfreies Arbeiten ohne Schlagschatten möglich ist.

Betrieben wird der Powermoon ausschließlich mit einer 1000
Watt Metalldampflampe HQl
.

Ein Generator mit mindestens 2 KW sorgt für die Energie.

 

Powermoon